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Januar 2012: Schweigen ist das schlimmste Verbrechen Oktober 2011: Gib dem Herrn und der Frau die Hand September 2011: In Gedenken an Egon Scotland Juli 2011: Angst ist keine Lösung Juni 2011: Auf eine Landmine getreten Februar 2011: Dem anderen entgegen Januar 2011: Gestorben in Gefängnishaft Dezember 2010: Gefüllte Benzinkanister vor der Tür November 2010: Wir haben auch eine Verantwortung Oktober 2010: Gegen Steinigung und Korruption September 2010: Aus der Schusslinie Juli 2010: Ein gefährliches Gefühl Mai 2010: Journalismus in der Gefahrenzone April 2010: Tödliche Länder für Journalisten Februar 2010: Unter Feuer - Journalismus in Somalia Dezember 2009: |
Journalismus in der Gefahrenzone ![]() Karen Fischer in Afghanistan 2006 wurden die DW-Reporterin Karen Fischer und ihr Lebensgefährte
Christian Struwe in Afghanistan erschossen. Fischers ehemalige
Universität in Boston widmet ihr nun eine Vorlesungsreihe über
Krisenjournalismus. Ein Mann, ein Jahr, 20 Kriege Wie harsch die Realität für Journalisten aussieht, die mehr wollen, als am Schreibtisch zu organisieren und zu analysieren, machte Kevin Sites deutlich. Er ist Autor des Buchs: "In the Hot Zone: One Man, One Year, Twenty Wars" – "Unter Feuer: Ein Mann, ein Jahr, 20 Kriege". Dieses Buch entstand aus der Erfahrung von einem Jahr Berichterstattung über Konflikte weltweit. Es fasst die Reportagen zusammen, die Sites für den Internetanbieter Yahoo machte. Sites bloggte von seinen Reisen und wurde so zu einer Celebrity-Grösse für die Internet-Community. Doch den "Scoop", die Geschichte, die ihn international bekannt machte, landete Sites früher. Anders als Karen Fischer, die Abhängigkeiten jeglicher Art ablehnte, arbeitete er im Irakkrieg "embedded" - also unter teilweiser Kontrolle durch die amerikanischen Streitkräfte. Als "Rucksack-Reporter", ausgerüstet mit Video- Equipment, Laptop und faltbarer Satelliten-Schüssel, dokumentierte er im Irak bei der Schlacht um Fallujah mit seiner Video-Kamera die Exekution eines schwer verwundeten und verteidigungsunfähigen irakischen Soldaten durch einen GI. Die Bilder gingen um den Globus. Weltweit wurde sein Video ungekürzt ausgestrahlt - nur mit seinem damaligen Sender NBC hatte Sites eine teilweise Selbstzensur vereinbart, wohl wegen der Furcht vor Racheakten von irakischer Seite. Das allerdings sei ein Fehler gewesen, sagt Sites heute. Zerstörte Leben
Kevin Sites ist ein Reporter, der mit seiner Video-Kamera stehenbleibt, um zu dokumentieren, wenn sich alle anderen in den Schützengraben werfen. Jetzt will er die Kollateralschäden zum Thema machen: die zivilen Opfer und Soldaten, deren Leben der Krieg zerstört. Bald wird er aus Afghanistan berichten – vielleicht wieder embedded und zuversichtlich, nicht irgendwo am Wegesrand zu enden wie die DW-Reporterin Karen Fischer. Autor: Hans Jürgen Mayer |
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