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Eine verwüstete Landschaft Serbische Medien im Jahre 2004 Ljubomir Pajic‘ In Serbien gibt es heute Tausende von Medien. Eine offizielle Statistik gibt es zwar nicht, aber Schätzungen sprechen von mehr als 1.600 Fernseh- und Rundfunkanstalten sowie von etwa 3.000 Zeitungen und Zeitschriften. Selbst diese unglaublich hohen Zahlen sind wahrscheinlich eine Unterschätzung. In Serbien ist es einfacher, eine Zeitung oder Rundfunkanstalt zu gründen als einen Kiosk mit Süßwaren zu öffnen. Diese Medien sind in eine Schlamm-Schlacht verwickelt in der es keine Regeln gibt, weil man ohne Gesetze und Regeln und insbesondere ohne jegliche Skrupel arbeitet. Die Belgrader Publizistin Isidora Bjelica verachtet fast alle Medien in Serbien. Ihrer Meinung nach dienen sie „einer totalen Verdummung der Massen“. Sie bezeichnet sie schlicht als „kommunistoid“, obwohl sie sich so unterscheiden als ob sie von verschiedenen Kontinenten kämen.
Treuer als treu Erst wenn sie ihre verschlüsselte Meinung näher beschreibt, kommt Bjelica auf den Kern. Da die größten und bekanntesten Medien in Serbien noch in kommunistischen Zeiten unter Tito entstanden sind, ähneln sie sich tatsächlich wie Zwillinge. Natürlich sind auch jene Medien, die nach Titos Tod entstanden sind, den alten Medien sehr ähnlich, weil sie logischerweise von Menschen gegründet worden sind, die aus ein und derselben Schule kommen. Bjelicas Bezeichnung „kommunistoide“ kann man gelten lassen, obwohl sie damit jene Medien meint deren Gesinnung und Denkart aus der Zeit der Diktatur von Slobodan Milosevic stammen und nicht aus Titos kommunistischer Zeiten. Diese beiden Typen von Medien unterscheiden sich sehr. Titos kommunistische Medienschule in Jugoslawien und, natürlich auch in Serbien war sehr einfach. Seine Zensoren ließen keine Texte durch, die auch den leisesten Hauch von Kritik enthielten. Dabei gab es immer jene, die dem Regime treu dienten und jene die ihm noch treuer dienten. Es gab keine schriftliche Anweisungen, was man schreiben und nicht schreiben durfte, aber allen war klar, dass sie der Staatsmacht treu dienen müssen. In der Regel galt es, Autozensur zu üben, wenn das Thema oder der Inhalt zweideutig interpretiert werden können. Unter Journalisten in Jugoslawien entstand zu Titos Zeiten eine tiefe Spaltung von der man aber nie reden durfte. Natürlich gab es keine Pressefreiheit, aber zwischen den Journalisten herrschten viele Unterschiede. Innenpolitische Journalisten, zu denen auch die Ressorts Chronik und Lokales gehörten, mussten Mitglieder der Kommunistischen Partei sein. Ähnlich war die Situation mit den Ressorts Kultur und Sport. Die einzige Ausnahme war die Außenpolitik. Journalisten, die sich mit der Außenpolitik befassten, mussten nicht der Partei angehören, da ihre Zensoren von dieser Art von Journalismus nicht viel hielten. Natürlich bedeutete das nicht, dass es Ihnen völlig egal war, wie man über die Welt schreibt. Man unterschied zwei Arten von Außenpolitik: eine die nach Außen und die andere die nach innen wirkt. Wenn es um Tito und seine Getreuen ging, die sich ständig auf Auslandsreisen befanden, wurden über diese Reisen Lobgedichte geschrieben. Um über diese Reisen parteikonform zu schreiben, begleiteten ihn Chefredakteure und Innenpolitik-Leiter, also jene Journalisten, die diese Artikeln fast nur noch unterschreiben sollten, da sie in Partei-Zentralen geschrieben waren. Diese Journalisten begleiteten auch Besucher aus dem Ausland und berichteten nur aufgrund von Mitteilungen, die ihnen zur Verfügung gestellt wurden. Ausländische Journalisten wurden nur dann akzeptiert, wenn es um Gespräche mit ausländischen Staatsgästen in einer Fremdsprache ging. Den außenpolitischen Journalisten wurden „einfache“ Themen aus dem Ausland überlassen, die die Zensoren für nicht gefährlich hielten. Übertreiben ist „gesund“ So durfte man über unangenehme Themen aus dem Ausland, natürlich aus dem Westen, berichten, wie z. B. Budgetdefizite, Haus-Besetzer oder Naturkatastrophen. Und die letzteren wurden oft maßlos übertrieben. Das alles stand im schroffen Gegensatz zur Innenpolitik, in der solche Themen Tabu waren. Nach Meinung der Zensoren war diese Praxis auch ‚pädagogisch richtig‘ denn auf diese Art wurde das Vertrauen der Bevölkerung in die lokale Macht gestärkt. Entsprechend diesem Motto gab es in Jugoslawien fast nie etwas Unangenehmes. Auch bei sozialistischen Freunden im Osten und anderswo verlief das alltägliche Leben immer ohne Hindernisse und Schwierigkeiten. Nach dem Tode Titos begann in den 80er Jahren einen starken Aufschwung des seriösen Journalismus, allerdings wieder beschränkt auf die außenpolitische Berichterstattung. Nach dem Abgang des großen Diktators gab es plötzlich eine Anzahl von kleinen lokalen Diktatoren, die ihre Macht in den Teilrepubliken ausübten und die Medien für ihren Kampf um Titos Erbe benutzten. Es ist interessant, dass unter Tito die Medien sprachlich und stilistisch fast perfekt waren. Bei der Aufnahme von Journalisten und Sprecher galten die höchsten Audio- und Videostandards wie im Westen, und bei Zeitungen und Zeitschriften arbeiteten viele Lektoren sehr gewissenhaft. Als die Macht der Kommunistischen Partei immer schwächer wurde, tauchten in den westlichen Teilrepubliken wie Slowenien und Kroatien neue kritische Medien auf. Da immer noch keine privaten Medien erlaubt waren, wurden viele zum Beispiel als Jugendzeitschriften getarnt. Aber selbst diese Medien waren nicht kritisch gegen die neue Parteien, die sie unterstützten. In Serbien hatte sich mit der Machtübernahme von Slobodan Milosevic die Lage der Medien im Jahre 1987 drastisch verschlimmert. Er wußte wie abhängig seine Politik von den Medien war, da er den Medien schließlich auch seinen Weg zur Macht verdankte. Er setzte auf die Karte des Serbischen Nationalismus, der noch unter Tito heftig bekämpft wurde. Durch private Verbindungen in den Medien gelang es ihm, seine politischen Kontrahenten auszuschalten und einen freien Weg für den Aufstieg zur totalen Macht zu erhalten. Verblüffte Bürger konnten plötzlich unglaubliche Lügen mit erniedrigenden Geschichten über die politischen Gegner von Milosevic‘ lesen oder hören. Viele fanden es interessant, jetzt über bisher unantastbare Politiker pikante Geschichten zu erfahren. Nur wenige versuchten, vor solchen Praktiken zu warnen. Säuberungen von Journalisten waren unter Tito keine Seltenheit, aber verglichen mit denen, die unter Milosevic passierten, waren sie fast harmlos. Kritische Journalisten, genau so wie Politiker, wurden bei Tito nur auf andere Stellen, wo sie keinen öffentlichen Einfluss mehr hatten, versetzt. Bei Milosevic‘ ging es ums Ganze. Entlassene Gegner wurden ohne jegliche Chance auf einen neuen Arbeitsplatz einfach rausgeschmissen. Schweigen ist „sauber“ Für Milosevic‘ war nichts in den Medien unwichtig und so begannen seine Kommissare sofort mit den Säuberungen. Außenpolitische Redaktionen wurden auf den Kopf gestellt. Man verlangte jetzt ein sog. „aktives“ Schreiben. Als in solchen „Kommentaren“ z.B. über Helmut Kohl oder Hans-Dietrich Genscher plötzlich persönliche Beleidigungen zu lesen waren, wurde allen klar, dass die diktatorische Maschine nicht mehr zu bremsen war. So hatte die Mehrheit unter den serbischen Journalisten schweigend zugesehen wie die Propaganda von Milosevic‘ das Land in die Kriegskatastrophe und hunderttausende von Menschen in den Tod trieb. Es gab, natürlich, auch kritische Stimmen, die man als Opposition titulierte, die sich aber letztlich nur für andere Wege zum selben Ziel einsetzten. So war z. B. der Führer der Serbischen Radikalen Vojislav Seselj, der heute zusammen mit Milosevic‘ vor Gericht in Den Haag steht, lange Zeit der größte Kritiker von Milosevic‘. Seine Kritik bestand aber darin, dass er zu zögerlich die ‚Kriegskarte‘ spielte. Das war die Zeit der ‚neuen Säuberung‘. Jetzt wurden selbst loyale Parteigänger von Milosevic‘ aus den Medien rausgeschmissen, wenn sie nicht mehr treu genug waren oder ihre eigenen politische Ambitionen hatten. Mit denen rechneten dann nicht nur der Apparat von Milosevic‘ ab, sondern auch seine Gefolgsleute in den Medien. Das staatliche Fernsehen wurde zur Machtbastion von Milosevic‘ ausgebaut. Oppositionelle Parteien nannten es „die rote Bastille“. Im einst niveauvollen Fernsehen tauchten neue Gesichter auf, denen die Normen der Sprache nichts mehr galten. Keine Ausdrücke waren verboten, wenn es um die Gegner von Milosevic‘ ging. Ausländische Politiker wurden als „Schweine“ und „miese Schwule“ tituliert. Oppositionelle Gegner wurden zu „Verräter“ und Journalisten, die sich nicht beugen wollten waren „ausländische Söldner“. Die wichtigsten Beschlüsse von Milosevic‘ wurden täglich in der abendlichen Tagesschau veröffentlicht. Für jedes Problem und jede Schwierigkeit hatte das Fernsehen einfache Erklärungen. Die Wetterverhältnisse in Serbien wurden mit Atomwaffentests der Amerikaner erklärt usw. Die Verdummung der Massen hatte keine Grenzen mehr. Im Winter 1996 wurden in Belgrad wochenlang jeden Tag Massendemonstrationen gegen Milosevic‘ durchgeführt. Ältere Passanten, von ausländischen Journalisten befragt, meinten aber, dass es keine Proteste gegeben hatte, da „die Tagesschau es nicht berichtet hat“. Eine solche Revolution zerstörte die Kulturszene, die Theater, alle Institutionen, selbst die Musik. Die „Verdummung der Massen“ wurde durch Forderungen primitivster Art nach neukomponierter Volksmusik betrieben oder durch die Idealisierung der Sänger, die zu wahren Volkshelden und Massenidolen ernannt wurden. Diese extreme Verdummung wurde sowohl von staatlichen als auch von neuen privaten Medien betrieben, die sich ausschließlich dieser Art von Musik, Soap-Serien und Raubkopien von neuesten Hollywood Produktionen widmeten. Das war der Beginn der Kosovo-Krise. Es folgten Attentate auf politische Gegner und Morde. Alle Medien wurden für das Kosovo und für die spätere Auseinandersetzung mit NATO instrumentalisiert. Am 5. Oktober 2000 war Milosevic‘ nach großen Demonstrationen gezwungen worden, zurückzutreten. Hinter ihm blieb eine öde und verwüstete Medienlandschaft in einem Land ohne Hoffnung. Die Karten wurden neu gemischt. Machtkampf der „Demokraten“ Allerdings hatten die Parteien der bisherigen Opposition und der neuen Macht nur kleine Parteiblätter. Um die Kontrolle über Medien zu erhalten, versuchten sie überall wo es möglich war vorhandene Medien zu übernehmen. Eine große Hilfe bei dieser Übernahme waren erfahrene Zensoren, die Milosevic‘ treu gedient haben und jetzt neue Herren brauchten. Die neue Koalition an der Macht in Serbien bestand aus 18 Parteien. Plötzlich war auch der Journalistenmarkt wieder sehr wichtig geworden. Die großen Parteien haben natürlich die meisten Journalisten gewinnen können, aber auch die kleinen Medien profitierten von den neuen Freiheiten. Obwohl Journalisten offiziell nicht Mitglieder von politischen Parteien werden sollen, damit sie Ihre Objektivität behalten, gibt es heute fast keine parteilosen Journalisten mehr. Einige fleißige Überflieger haben in ihrer Kariere bis zwei Dutzend Mitgliederschaften hinter sich. Journalisten sind heute in Serbien gefragt wie noch nie zuvor. Die Anzahl der Medien explodierte. Eine besonders große Bedeutung haben heute Medien, die von Kriegs- und Inflationsprofiteuren (300 Millionen Prozent monatlich) aus der Milosevic‘-Zeit gegründet wurden. Zu der Zeit nannten sich einige wenige Medien unabhängig, aber tatsächlich konnte damals nur der Staat Medien gründen. Von einigen Medien weiß man heute, dass sie von Milosevic’ gegründet waren, um nach außen den Anschein der Demokratie vorzutäuschen. Nach dem Abgang von Milosevic’ wurden diese Medien schnell privatisiert, ohne dass jemand erfahren konnte, wer wieviel für sie bezahlt hat. Tatsächlich befinden sich nur wenige ihrer Redakteure unter den neuen Besitzern, ohne dass sie dafür etwas zahlen mussten. Die neuen Besitzer bekamen auch alle Immobilien und gesamte Technik umsonst. Rundfunk- und Fernsehanstalten übernahmen Emissionstechnik, Antennen, Links und Repetitoren. Die sogenannte „Assoziation der unabhängigen Journalisten“ drohte damit, dass sie jene Kriegshetzer unter Journalisten vor Gericht bringen und die schlimmsten unter ihnen öffentlich exekutieren wird. Daraus wurde, natürlich, nichts. Kein Journalist wurde jemals wegen seiner öffentlichen Hetze zur Verantwortung gezogen. Dafür bekamen die Führer der Assoziation gut dotierte Direktorenposten in diesen Medien. Die großen Profiteure, die ihren enormen Reichtum Milosevic‘ verdanken, waren für nur eine kurze Zeit still, als die erste demokratische Regierung von Ministerpräsident Zoran Djindjic‘ es sich vorgenommen hatte, ihre gesetzwidrige Bereicherung zu untersuchen. Als Zoran Djindjic‘ ermordet wurde, hieß es, dass alle Verbrechen und Sünden der Vergangenheit vergessen werden. Der Appetit der neuen Medienbesitzer waren so gewachsen, dass sie sich in die Politik direkt eingemischt haben, aber nicht nur wie bisher, indem sie einige Politiker unterstützen, sondern auch als Politiker, die von eigenen Medien unterstützt werden. Und obwohl es in Serbien statistisch unglaublich viele Medien gibt, ist die Mehrzahl von ihnen jedoch sehr klein. Sie bestehen aus vielleicht nur 2-3 Mitarbeitern. Oft dienen solche Medien auch nur zur Geldwäsche aus schmutzigen Geschäften. In Serbien hat es nie Journalisten gegeben, die einer Ideologie angehören. Sie schrieben nicht aus Überzeugung, sondern nur im Auftrag der Befehlshaber und sie taten das was von ihnen verlangt wurde. Zu Titos Zeiten war es aus Angst um Privilegien, zu Milosevic‘ Zeit war es manchmal die Angst um das eigene Leben und heute ist es die Angst um die bloße Existenz. Da viele Journalisten ihre Lektion gelernt haben und ihre ersehnte Unabhängigkeit mit einer sicheren Treue gegenüber Parteien oder Medieninhaber getauscht haben, gibt es keine Entlassungen und keine arbeitslosen Journalisten mehr. Es gibt auch keine neuen Mediengesetze. Alle Fernseh- und Rundfunksender arbeiten praktisch illegal, da Frequenzen nie offiziell vergeben wurden. Es gibt auch keine Regeln, die den Medien zeigen würden, wo die Grenzen des guten Geschmacks, der Verleumdung, des Rufmordes oder der einfachen Anständigkeit sind. Um unter solchen Umständen und in einer solchen Umgebung zu überleben, vergessen Medien und Journalisten oft Moral und Skrupel. Die Medien in Serbien kann man nach ihren jeweiligen Besitzern unterscheiden. Die Mehrzahl sind jene, die Tabloiden ähnlich sein sollen, sich aber von denen durch übertriebene Politisierung unterscheiden. Das ist die Mehrheit, zu der auch Fernseh- und Rundfunkanstalten gehören (wie grotesk das immer auch klingen mag). In der mittleren Gruppe sind einfache „treue“ Medien, die der aktuellen Macht dienen. Anführer dieser Gruppe sind die ‚POLITIKA‘, älteste Zeitung auf dem Balkan, die heute der Deutschen WAZ-Gruppe gehört und das staatliche Fernsehen. Medien der dritten Gruppe werden als langweilig bezeichnet. Es sind jene Medien, die früher ihre Popularität auf vorsichtigen Widerstand gegen Milosevic‘ gebaut haben. Die aktuelle Macht hat keinen Bedarf an ihnen, da diese Medien sowieso nicht besonders beliebt sind. Ihre Besitzer meiden alle Konflikte und das macht sie zu zahnlosen Löwen. Der Rest sind Medien, die in einer solchen Vielfalt kaum in einem anderen Land außer vielleicht den Vereinigten Staaten, aber selbst da mit einigen Ausnahmen, zu finden wären. Das Spektrum erstreckt sich u.a. von üblichen Astrologie-Zeitschriften, über Dutzende Massenzeitschriften des „Burda Verlags“ die sich von Zeitschriften dieses Verlags in anderen Ländern nur durch die Sprache unterscheiden und dessen Inhalt trotzdem fragwürdig erscheint, bis zu den Zeitschriften der Polizei und des Geheimdienstes. Mit den letzteren sind nicht die üblichen Blätter gemeint, die ganz offiziell z. B. die Polizei vertreten, sondern jene Zeitungen, die nur solche Inhalte veröffentlichen, die ihnen im Auftrag von den genannten Stellen zur Verfügung gestellt werden. In den Zwischenräumen befinden sich die unglaublichsten und primitivsten Medien, die man sich überhaupt vorstellen kann und zu deren Beschreibung es eines eigenen Artikel bedürfen würde. Eigentlich müsste man zuletzt auch noch einige Anmerkungen über eine in Zukunft vielleicht bessere Medienlandschaft in Serbien machen. Den dafür notwendigen Optimismus aber kann man kaum noch aufbringen. |
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