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Über
Journalisten helfen Journalisten e.V.
Die
Ausübung des journalistischen Berufes ist in vielen Ländern
oft mit großen Risiken verbunden. Nach Angaben von "Reporter
ohne Grenzen" wurden in den letzten 15 Jahren über 800
Journalistinnen und Journalisten im Rahmen ihrer beruflichen Arbeit
getötet. Mehrere hundert Journalisten werden weltweit jährlich
inhaftiert, viele gefoltert. Nur in spektakulären Einzelfällen
erfährt die Öffentlichkeit vom Schicksal der verfolgten,
verletzten, vertriebenen oder getöteten Journalisten. Noch
seltener erfährt sie von der Not ihrer Familien.
"Journalisten helfen Journalisten" (JhJ) wurde 1993 gegründet,
als der Krieg in Ex-Jugoslawien die ersten Opfer gefordert hatte.
JhJ ist ein unabhängiger und überparteilicher Verein.
Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Not geratenen Kolleginnen
und Kollegen, deren Hinterbliebenen und deren Familien solidarisch
und unbürokratisch zu helfen. Einige Aktionen stellen wir Ihnen
unter dem Link "Projekte" vor.
JhJ hilft mit Geldspenden, Sachleistungen und praktischer Unterstützung
dort, wo wir von Notfällen erfahren, es Wege für direkte
Hilfe gibt und keine offiziellen Stellen bereits Unterstützung
leisten.
Der Schwerpunkt der Arbeit von JhJ lag bisher in den Ländern
des ehemaligen Jugoslawien, in Bosnien, Kroatien, in Serbien und
im Kosovo. In über 150 Fällen hat JhJ hier Journalisten
oder ihre Familien unterstützt - durch Hilfe zum Lebensunterhalt,
Unterstützung bei medizinischer Behandlung, Kinder-Patenschaften,
Beihilfen für die Wiederbeschaffung zerstörter Arbeitsmittel
wie Computer, Schreibmaschinen, Fotoausrüstungen. In mehreren
Fällen leiste JhJ auch Hilfe bei der Rückkehr kriegsvertriebener
Journalisten aus Bosnien.
Der Verein half zudem bei der Publikation von Texten unterstützter
Autoren in deutschsprachigen Medien. Es besteht ein enges Netzwerk
mit Journalistinnen und Journalisten aus vielen Ländern. Bei
der Vermittlung von Kontakten ist JhJ gerne behilflich.
Anfragen erreichten den Verein aber auch von Kolleginnen und Kollegen
aus Algerien, der Türkei, Nigeria, Afghanistan, Namibia, Indonesien,
Angola und Tunesien, Rußland, Belorußland. Möglichst
unbürokratisch und direkt wurden die Spenden an die betroffenen
Journalisten und deren Angehörige weitergeleitet.
JhJ arbeitet eng zusammen mit "Reporters Sans Frontiers"..
Kontakte bestehen außerdem zum "Committee to Protect
Journalists", "amnesty international", "Cape
Anamour", sowie dem Medienbeauftragten der OSZE. Getragen wird
die Solidaritätsaktion von mittlerweile über 100 Journalistinnen
und Journalisten aus Deutschland, Österreich und Italien. Finanziert
wird die ehrenamtliche Arbeit des Vereins ausschließlich aus
Spenden und Mitgliedsbeiträgen.
Der Verein ist gemeinnützig. Spenden sind steuerlich absetzbar.
München,
im Jahr 2003
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