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Über
Journalisten helfen Journalisten e.V.
Die Ausübung des journalistischen Berufes ist in vielen Ländern oft mit großen Risiken verbunden. Jedes Jahr werden Jour-nalistinnen und Journalisten im Rahmen ihrer beruflichen Arbeit getötet. Mehrere hundert Journalisten werden weltweit jährlich inhaftiert, viele gefoltert. Nur in spektakulären Einzelfällen er-fährt die Öffentlichkeit vom Schicksal der verfolgten, verletzten, vertriebenen oder getöteten Journalisten. Noch seltener erfährt sie von der Not ihrer Familien.
"Journalisten helfen Journalisten" (JhJ) wurde 1993 gegründet, als der Krieg in Ex-Jugoslawien die ersten Opfer gefordert hatte. Zu den ersten Opfern unter den als Korrespondenten auf dem Balkan eingesetzten Journalisten gehörte Egon Scotland von der „Süddeutschen Zeitung“. Auch zur Erinnerung an ihn wurde der Verein „Journalisten helfen Journalisten“ gegründet. JhJ ist ein unabhängiger und überparteilicher Verein. Er hat es sich zur Auf-gabe gemacht, in Not geratenen Kolleginnen und Kollegen, deren Hinterbliebenen und deren Familien solidarisch und unbürokra-tisch zu helfen. Ausgewählte Aktionen stellen wir Ihnen unter dem Link "Projekte" vor.
JhJ hilft mit Geldspenden, Sachleistungen und praktischer Unterstützung dort, wo wir von Notfällen erfahren, es Wege
für direkte Hilfe gibt und keine offiziellen Stellen bereits Unter-stützung leisten.
Der Schwerpunkt der Arbeit von JhJ lag bisher in den Ländern des ehemaligen Jugoslawien, in Bosnien, Kroatien, in Serbien und im Kosovo. In über 150 Fällen hat JhJ hier Journalisten oder ihre Familien unterstützt - durch Hilfe zum Lebensunterhalt, Unter-stützung bei medizinischer Behandlung, Kinder-Patenschaften, Beihilfen für die Wiederbeschaffung zerstörter Arbeitsmittel wie Computer, Schreibmaschinen, Fotoausrüstungen. In mehreren Fällen leiste JhJ auch Hilfe bei der Rückkehr kriegsvertriebener Journalisten aus Bosnien.
Der Verein half zudem bei der Publikation von Texten unter-stützter Autoren in deutschsprachigen Medien. Es besteht ein enges Netzwerk mit Journalistinnen und Journalisten aus vielen Ländern. Bei der Vermittlung von Kontakten ist JhJ gerne behilflich.
Anfragen erreichten den Verein aber auch von Kolleginnen und Kollegen aus Algerien, der Türkei, Haiti, Afghanistan, Zimbabwe, Usbekistan, Kasachstan, Äthiopien, Tunesien, Russland und Belorußland. Möglichst unbürokratisch und direkt wurden die Spenden an die betroffenen Journalisten und deren Angehörige weitergeleitet.
JhJ arbeitet eng zusammen mit "Reporters Sans Frontiers". Kontakte bestehen außerdem zum "Committee to Protect Journalists", der "Rory-Peck-Foundation", "amnesty
international", der "Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte", sowie dem Medienbeauftragten der OSZE. Getragen wird die Solidaritätsaktion von mittlerweile über 100 Journalistinnen und Journalisten aus Deutschland, Österreich, Italien und Belgien. Finanziert wird die ehrenamtliche Arbeit des Vereins aus-schließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen.
Der Verein ist gemeinnützig. Spenden sind steuerlich absetzbar.
München, im Jahr 2007 |