April 2011:
Minsker finstere Wintertage
Juni 2009:
Deadline - die Redaktionsband der Süddeutschen Zeitung
Mai 2009:
Mutig gegen Korruption und Mafia August 2008:
Netzwerk der Helfer (pdf-Datei)
Oktober 2007:
Zum 100. Geburtstag von Varian Fry
August 2007:
Tunnelblick im Feuilleton (pdf)
Mai 2007:
Es herrscht Ruhe im Land
Januar 2007:
Zum Tod von Ryszard Kapuscinski
Oktober 2006:
Civil Globalisation
Juni 2006:
Erinnerung an Ilaria Alpi
Februar 2006:
Sie liebte ihr Land
November 2005:
Tränen der Freude (pdf-Datei)
März 2005:
Hilfeschreie (pdf-Datei)
Dezember 2004:
Eine verwüstete Landschaft
September 2004:
El veneno de la habituacion (pdf-Datei)
Pressemitteilung
Januar 2004:
Leipziger Medienpreis 2004
Dezember 2003:
Preis für Toleranz
August 2003:
Unabhängiger Journalismus im Irak
Juli 2003:
Der Krieg nach dem Krieg
April 2003:
Zum Tod von Herbert Riehl-Heyse
März 2003:
Gespräch mit Christiane Schlötzer-Scotland März 2003:
Zehn Jahre JhJ |
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Zehn
Jahre JhJ
Im
Jahre 2003 jährt sich zum zehnten Mal die Gründung des Vereins
"Journalisten helfen Journalisten". Auf Initiative eines kleinen
Kreises von überwiegend Münchener Journalisten wurde diese Hilfsaktion
für Journalisten unmittelbar nach der Ermordung des SZ-Journalisten
Egon Scotland im Verlauf einer Reportagereise durch das damalige kroatische
Kriegsgebiet ins Leben gerufen. Ziel war und ist es dort helfend einzugreifen,
wo Journalistinnen und Journalisten im Rahmen ihrer Berufsausübung
an ihrer Arbeit gehindert, mißhandelt oder in besonders dramatischen
Fällen auch getötet werden. Wenn man um den konkreten Anlaß
und um die Ziele der Vereinsgründung weiß, verbietet sich dazu
jeder Jubel über die zehnjährige Existenz des Vereins. Trotzdem
kann der Verein auch etwas stolz auf die bisher geleistete Arbeit zurückschauen:
ist es doch durch eine beharrliche, oft erzwungenermaßen auch diskrete
Arbeit gelungen, eine Unzahl von Hilfsmöglichkeiten für in
Not geratene Journalistinnen und Journalisten zu finden und zu stabilisieren.
Insbesondere auf dem Territorium von Ex-Jugoslawien konnte der Verein
Kolleginnen und Kollegen bei der Ausübung ihres Berufes mit großen
und kleinen Spenden helfen. Auch wurden in vereinzelten Fällen Autoren
an deutschsprachige Medien vermittelt, damit dort ihre Artikel veröffentlicht
werden konnten. Es ist so enges Netzwerk von Journalistinnen und Journalisten
entstanden, das nun schon seit Jahren nicht nur durch berufliche Interessen,
sondern oft auch durch freundschaftliche Beziehungen eng zusammengehalten
wird. Und JhJ ist inzwischen zu einem unverzichtbaren Schnittpunkt von
erfreulich vielen Einzelpersonen, Initiativen und Hilfsorganisationen
geworden, die aus den unterschiedlichsten Motiven in Not geratenen Journalistinnen
und Journalisten bei ihrer Arbeit unterstützen. Auch die Zahl der Mitglieder des Vereins
ist kontinuierlich gewachsen. Derzeit gehören 108 Journalistinnen
und Journalisten dem Verein an.
Natürlich zeigt die aktuelle Krisensituation in vielen Redaktionen
und Verlagen auch ihre Folgen für JhJ. Unübersehbar ist zum
Beispiel der Rückgang an Spenden für die Arbeit des Vereins.
Das wiederum hat spürbare Folgen für die Handlungsmöglichkeiten
von JhJ im Sinne der Vereinssatzung. Durch die derzeitige weltpolitische
Lage, wird die Aufmerksamkeit - auch von professionellen Chronisten -
immer mehr von scheinbar weniger spektakulären Krisenregionen abgelenkt.
Und wie gefährlich etwa
Reportageaufträge sein können, erfährt die Öffentlichkeit
zumeist erst, wenn ein Journalist ermordet worden ist.
2002 haben 19 Journalisten die Ausübung ihres Berufs mit dem Leben
bezahlt. Mit der Unterstützung einer tunesischen Kollegin und von
drei Kollegen aus Belorussland will der Verein auch
ein Zeichen gegen das Vergessen von Regionen setzen, in denen Journalistinnen
und Journalisten ihre Arbeit nur unter großen existenziellen Gefahren
ausüben können. Kommen doch die meisten Journalisten nicht
bei der Verfolgung von Kampfhandlungen ums Leben, sondern werden als Vergeltung
für ihre Berichterstattung getötet.
Aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens von JhJ soll auch zum
ersten Mal ein Preis gestiftet werden, mit dem ausdrücklich an das
professionelle Ethos erinnert wird, wie es auch für Egon Scotland
immer verbindlich gewesen ist. Carl
Wilhelm Macke |
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