| "Ich bin kein nationaler, sondern ein professioneller Journalist".

Mladen Vuksanovic (1942-1999) |
|
Über Journalisten helfen Journalisten e.V.
Die Ausübung des journalistischen Berufes ist in vielen Ländern oft mit großen Risiken verbunden. Jedes Jahr werden Journalistinnen und Journalisten im Rahmen ihrer beruflichen Arbeit getötet. Mehrere hundert Journalisten werden weltweit jährlich inhaftiert, viele gefoltert. Nur in spektakulären Einzelfällen erfährt die Öffentlichkeit vom Schicksal der verfolgten, verletzten, vertriebenen oder getöteten Journalisten. Noch seltener erfährt sie von der Not ihrer Familien.
"Journalisten helfen Journalisten" (JhJ) wurde 1993 gegründet, als der Krieg in Ex-Jugoslawien die ersten Opfer gefordert hatte. Zu den ersten Opfern unter den als Korrespondenten auf dem Balkan eingesetzten Journalisten gehörte Egon Scotland von der „Süddeutschen Zeitung“. Auch zur Erinnerung an ihn wurde der Verein „Journalisten helfen Journalisten“ gegründet. JhJ ist ein unabhängiger und überparteilicher Verein. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Not geratenen Kolleginnen und Kollegen, deren Hinterbliebenen und deren Familien solidarisch und unbürokratisch zu helfen. Ausgewählte Aktionen stellen wir Ihnen unter dem Link "Hilfsaktionen" vor.
JhJ hilft mit Geldspenden, Sachleistungen und praktischer Unterstützung dort, wo wir von Notfällen erfahren, es Wege für direkte Hilfe gibt und keine offiziellen Stellen bereits Unterstützung leisten.
Der Schwerpunkt der Arbeit von JhJ lag in den Anfangsjahren vornehmlich in Bosnien, Kroatien, in Serbien und im Kosovo. Inzwischen hat sich der Einzugsbereich aber weltweit ausgeweitet. So unterstützte der Verein etwa Journalistinnen und Journalisten aus Tunesien, Haiti, Peru, Pakistan, Kasachstan, Usbekistan, Belarus, Zimbabwe, Ruanda und Syrien mit Hilfen zum Lebensunterhalt, Unterstützung bei medizinischer Behandlung, Kinder-Patenschaften, Beihilfen für die Wiederbeschaffung zerstörter Arbeitsmittel wie Computer, Schreibmaschinen, Fotoausrüstungen. Der Verein half zudem bei der Publikation von Texten unterstützter Autoren in deutschsprachigen Medien. Es besteht ein enges Netzwerk mit Journalistinnen und Journalisten aus vielen Ländern. Bei der Vermittlung von Kontakten ist JhJ gerne behilflich.
JhJ arbeitet eng zusammen mit "Reporters Sans Frontiers" (Paris/ Berlin). Kontakte bestehen außerdem zum "Committee to Protect Journalists" (New York), dem IFEX (Toronto), dem "Rory-Peck-Trust" (London), "amnesty international", der "Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte", sowie dem Medienbeauftragten der OSZE (Wien). Getragen wird die Solidaritätsaktion von mittlerweile über 120 Journalistinnen und Journalisten aus Deutschland, Österreich, Italien, Griechenland und Belgien. Finanziert wird die ehrenamtliche Arbeit des Vereins ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen.
Der Verein ist gemeinnützig. Spenden sind steuerlich absetzbar. |
|